LiamDucray
  Epik
 

Satire: Wir machen Politik

Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, Ladies and Gentleladies:

Die Zeit ist reif für eine umfassende Neukonsolidierung der uns bisher bekannten und vertrauten Dispositionen aller ge- werblich verfügbaren Güter und deren symbolische Zwecke. Deshalb, und nicht zuletzt aufgrund der konstant anwachsen- den Emission an Bauernhöfen, Windmühlen und Einweg- fotoapparaten, spreche ich hier und heute und jetzt in diesem Moment aus reinster Unvernunft zu Ihnen und fordere: Keine Macht den Doofen!

Die unlängst erarbeitete Analyse über die aktuellen Steuer- sätze zu einerseits 30% Kollektiventrichtung sowie 51% Pri- vilegabzocke, abzüglich 1% Treuepunkterückerstattung, hat gezeigt, dass alle Werte zusammen 80% ergeben!
Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist ein Skandal! Wir können und dürfen es uns nicht erlauben auf dem Welt- markt nachzuhinken. Immerhin ist Massenverblödung nur eine Frage des Engagements.

Fabel: Veri und die Fremden

anekdotische Groteske: Der Monsterschiss

08:30
Ich kann es spüren: es drückt, es drückt phänomenal.
Angstschweiß sammelt sich beständig zwischen meinem Sitz- fleisch. Mir ist unwohl. Der Darmausgang steht bereits einen Spalt weit offen. Doch ich halte an, ja, ich bin stark, ich halte an – schon seit Tagen!

09:30
Die zyklischen Krämpfe in meinem Unterleib werden im Stun- dentakt massiver. Es pocht in meinem Zwölffingerdarm, ich kann es deutlich spüren, es pocht. Mir ist kotzübel, doch ich halte an, ja, ich bin knallhart, mehr als das: ich bin urknallhart! Ich halte an, kneife das Loch zu, eine Stunde schaff ich noch.

10:32
Jetzt geht es mir an die Reserven: im Beckenbereich häufen sich die spastischen Vorfälle. Ich atme schwer. Aufrecht sitzen ist vorbei. Ich liege flach, als läge ich in Wehen – ach was! – ich liege in Wehen! Der Bauch ist kugelrund, mir rinnt die modrige Flüssigkeit aus dem Arsch, bald geht es los. Die Aufregung ist kaum auszuhalten. Bald werde ich den satanischen Kot gebä- ren, bald, sehr bald.

Nachschlagwerk: Das Lexikon der Scheiße

Erzählung: Ein Freitag im November

Hauptbahnhof, 23.01 Uhr:
Ich warte vor dem Hauptgebäude auf den nächsten Zug, der in etwa vierzig Minuten einige Meter über mir am dortigen Bahn- steig eintreffen sollte. Drinnen im Gebäude ist es mollig warm – hier draußen ist es winterlich kühl.
Die Welt lebt, und die Welt geht schlafen. Ein verstörender Mischmasch aus Lebensfreude und Bedeutungslosigkeit wabert durch die feuchten Straßen der in sanfte Dunkelheit getauchten Innenstadt. Diese Stadt – sie erscheint schön und hässlich in einem einzigen behutsamen Wimpernschlag, dunkel und hell zugleich, glasklar und doch verzerrt, etwas selig und etwas dreckig.

Da sind die Ermüdeten, die rasch ins Bettchen wollen; da sind die Geschäftsleute mit dem Handy am Ohr, die herumstehen und schick aussehen; da sind die Stadtstreicher, die sich rumdrücken; da sind die Penner, die noch eine Runde betteln gehen; und da sind die Kinder mit dem Alkohol in der Hand, die sich nunmehr dem zügellosen Sog dieser melancholisch glühenden Nacht hingeben werden.

Reisebericht: Road Trip 2005

Start: Saarbrücken, Montag 10 Uhr
Ziel 1: Frankfurt, unbekannt
Ziel 2: Berlin, unbekannt


Montag (1. Tag)


10:30 – Einkaufen. Wir besorgen das Nötigste:
Einen Kasten Bier, einen Kasten Cola und etwas Futter.
11:00 – Frühstücken bei Mc Doof.
Problem: Das Autofenster ist kaputt. Es lässt sich nicht mehr hochfahren. So können wir unmöglich irgendwo parken. Also suchen wir eine Werkstatt. An sieben(!) Stück haben wir wegen dem popeligen Fenster angefragt, jedoch wurden wir immer nur weiter geschickt.
14:00 – Genervt haben wir endlich ein Peugeot fucking Center gefunden.
Wir haben Glück, jemand kümmert sich um unser Problem. Wir machen es uns in der „Lounge“ bequem. Boah! - Die Lounge! Der Peugeot Service braucht tatsächlich eine Stunde um das Fenster provisorisch zu richten!
PS: Kassenfrau = Dreggsau

Anekdote: Mein erster Kuss

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